Albert Cohn

* 21.02.1827 in Berlin; ✝ 24.08.1905 in Berlin

Antiquar, Gelehrter

Kurzbiographie

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Albert Cohn war Berliner Antiquar und Shakespeare-Forscher jüdischer Herkunft. Mit 21 Jahren trat er als Gehilfe in die Dienste des in London und Berlin ansässigen Buchhändlers und Verlegers A. Asher. Anfang der 1850er-Jahre übernahm Cohn dessen Firma, ehe er 1874 sein eigenes Antiquariat in Berlin begründete.

Seine Beschäftigung mit Shakespeare resultierte zunächst aus der Katalogisierung des für den Verkauf bestimmten Tieckschen Bücherbesitzes in seinen frühen Jahren bei Asher. In persönlichen Gesprächen verwies Tieck den jungen Buchhändler auf den noch zu ergründenden Einfluss englischer Theaterschauspieler auf die deutsche Bühne. Cohns Arbeit an diesem Thema mündete 1865 in seiner sowohl in Deutschland als auch Großbritannien beachteten Darstellung Shakespeare in Germany in the sixteenth and seventeenth centuries. Sie beinhaltete neben einer kritischen Betrachtung auch den deutschen und englischen Text der damals aufgeführten „Shakespeare-Stücke“.

Von 1864 bis 1900 betreute Cohn zudem die jährliche Shakespeare-Bibliographie im Jahrbuch der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und machte sich an eine, bei seinem Tod noch unvollendete, Erfassung aller jemals erschienen und mit Shakespeare in Verbindung stehenden Werke. Nach seinem Tod vermachte er der Berliner Stadtbibliothek die auf 18.000 Zetteln niedergeschriebenen Früchte dieser Unternehmung.

Abhandlungen

Literatur

Primärliteratur

Albumseiten mit dieser Person

Zitier- und Lizenzhinweis

Cohn, Albert, in: Das Digitale Shakespeare Memorial Album. Herausgegeben von Christa Jansohn. URI: http://www.shakespearealbum.de/uri/gnd/116629029. (Zugriff am 10.12.2017)

Dieser Text steht unter folgender Lizenz: CC BY-ND 3.0 DE. Wiedergabe der Albumdigitalisate mit freundlicher Genehmigung der Library of Birmingham.

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