Friedrich August Leo

* 06.12.1820 in Warschau; ✝ 30.06.1898 in Glion (Schweiz)

Gelehrter, Schriftsteller, Buchhändler

Kurzbiographie

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Aufgewachsen in Berlin, absolvierte Leo zunächst die Königliche Gewerbeschule zu Berlin, erhielt eine Ausbildung zum Buchhändler und übte seinen Beruf unter anderem in Kopenhagen aus. Angeregt durch die dort entstandene Freundschaft mit Hans Christian Andersen und Henrik Hertz, kehrte Leo nach Deutschland zurück und holte mit 26 Jahren das Abitur nach. Daraufhin studierte er Philosophie in Leipzig, wo er auch promoviert wurde. Sein erstes dichterisches Übersetzungswerk, König Renés Tochter von Henrik Hertz (1846) war ein immenser Erfolg und erreichte bis 1884 14 Auflagen. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit trat Leo auch selbst als Dichter mit eigenen Werken, u.a. Gedichte (1870), dem Lustspiel Ein Hochverräter (1875, unter dem Pseudonym Aug. Olfer) und dem Kinderbuch Von vielen kleinen Siebensachen, die Euren Eltern Sorge machen (1893) in Erscheinung.

1853 erschien mit seinen Beiträgen und Verbesserungen zu Shakespeares Dramen die erste in einer Reihe von Abhandlungen über den Dichter. Von seiner umfassenden Beschäftigung mit Shakespeare zeugen u.a. seine Bühnenbearbeitung von Antonius und Cleopatra (1870), eine Übersetzung des Macbeth für die Neubearbeitung der Schlegel-Tieckschen Übersetzung (1871), sowie seine Tätigkeit im Gebiet der Textkritik, die ihm auch internationales Ansehen einbrachte. 1879 löste Leo Karl Elze als Herausgeber des Jahrbuchs der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft ab. Bis zu seinem Tod 1898 erschienen 18 Bände unter seiner Redaktion.

Abhandlungen

Ausgaben

Übersetzungen

Literatur

Primärliteratur

Sekundärliteratur

Albumseiten mit dieser Person

Zitier- und Lizenzhinweis

Leo, Friedrich August, in: Das Digitale Shakespeare Memorial Album. Herausgegeben von Christa Jansohn. URI: http://www.shakespearealbum.de/uri/gnd/104268107. (Zugriff am 15.12.2017)

Dieser Text steht unter folgender Lizenz: CC BY-ND 3.0 DE. Wiedergabe der Albumdigitalisate mit freundlicher Genehmigung der Library of Birmingham.

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