Jacob Feis

* 1842 in Deidesheim; ✝ 1900 in London

Händler, Gelehrter

Kurzbiographie

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Ein Großteil der Biographie von Jacob Feis verbleibt noch im Dunkeln der Geschichte. Wir wissen, dass er in Deutschland geboren wurde und dem jüdischen Glauben folgte. Schon bald zog er nach London, wo er wohl als Händler arbeitete und Mitglied des Athenaeums war.

1884 veröffentlichte er in London die Abhandlung Shakspere and Montaigne. An Endeavour to Explain the Tendency of ‘Hamlet’ from Allusions in Contemporary Works. Er beteiligt sich darin an der Debatte, inwiefern das Spätwerk Shakespeares von den Schriften des französischen Essayisten und Gelehrten Michel de Montaigne (1533-1592) beeinflusst war. Bei Feis gilt die Figur des Hamlet als dichterische Verkörperung des Skeptikers Montaigne und Shakespeare klärt in dem Werk sein Verhältnis zum Humanismus jener Zeit.

Wahrscheinlich korrespondiert der Shakespeare-Gelehrten Feis mit der Person, die ab 1890 bei einem Straßburger Verleger Übersetzungen zahlreicher englischer Werke ins Deutsche veröffentlichte. Darunter finden sich etwa Tennysons Gedichtband In Memoriam und eine Auswahl der Schriften Ruskins.

Abhandlungen

Literatur

Primärliteratur

Sekundärliteratur

Albumseiten mit dieser Person

Zitier- und Lizenzhinweis

Feis, Jacob, in: Das Digitale Shakespeare Memorial Album. Herausgegeben von Christa Jansohn. URI: http://www.shakespearealbum.de/uri/gnd/172085179. (Zugriff am 15.12.2017)

Dieser Text steht unter folgender Lizenz: CC BY-ND 3.0 DE. Wiedergabe der Albumdigitalisate mit freundlicher Genehmigung der Library of Birmingham.

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