Johann Wolfgang von Goethe

* 18.08.1749 in Frankfurt am Main; ✝ 22.03.1832 in Weimar

Dichter, Dramatiker, Schriftsteller

Kurzbiographie

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Johann Wolfgang von Goethe gilt als der bedeutendste Dichter in deutscher Sprache; seit dem Erscheinen seiner ersten größeren literarischen Werke stand und steht er im Zentrum des literarischen Deutschlands. Bereits während seines Jurastudiums in Leipzig und Straßburg kam der junge Goethe in Kontakt mit Shakespeares Schriften, welche sofort eine tiefe Bewunderung für den britischen Nationalpoeten hervorriefen. Etwa ab 1770 fand eine tiefergehende Beschäftigung mit den Werken Shakespeares statt, was in der Rede zum Shäkespears Tag, neben Herders Aufsatz Shakespear eine der wichtigsten programmatischen Schriften des Sturm und Drang, 1771 zum Ausdruck kam. In dieser Rede macht Goethe deutlich, dass bereits in Shakespeares Schriften die Grundsätze des Sturm und Drang vorhanden sind: So breche bereits der „Barde von Avon“ mit den Regeln der aristotelischen Poetik. Außerdem seien sowohl der Geniebegriff als auch der Aspekt des Naturmenschen auf Shakespeare und seine Schriften übertragbar.

Nach seinen großen Publikumserfolgen Götz von Berlichingen und Die Leiden des jungen Werthers beschäftigte Goethe sich ab etwa 1775 intensiv mit theoretischer und praktischer Theaterarbeit. In der Zeit nach seinen Italienreisen (1786/1788) verfasste Johann Wolfgang von Goethe auch zunehmend naturwissenschaftliche und kunsttheoretische Schriften. Gemeinsam mit Friedrich Schiller gilt er ab 1790 als Begründer der Weimarer Klassik, in der die ästhetische Bildung des Menschen zu eigenverantwortlicher Humanität als grundlegendes Prinzip galt. Goethe und Schiller waren durch eine tiefe Freundschaft und gegenseitige literarische Beeinflussung verbunden. Jedoch starb Schiller 1805, was für Goethe eine schmerzhafte Zäsur in seinem Schaffen bedeutete. Von nun an ist sein Wirken hauptsächlich autobiographisch geprägt.

1813 kehrt Johann Wolfgang von Goethe mit Shakespeare und kein Ende erneut zum britischen Nationalpoeten zurück; er erklärt in diesem Aufsatz, dass Shakespeares Kunst eine Kunst ohne Ende sei, was bedeutet, dass sie Eigentum aller Zeiten, Völker und Nationen ist.

Doch Goethes Begeisterung für Shakespeare kommt nicht nur in seiner hier aufgeführten Rede zum Shäkespear’s Tag und Shakespeare und kein Ende zum Ausdruck, auch in seinem übrigen literarischen Schaffen finden sich immer wieder Bezüge zum „Barden von Avon“. Johann Wolfgang von Goethes Verehrung für William Shakespeare hielt bis zu seinem Tod im Jahr 1832 an.

Abhandlungen

Literatur

Primärliteratur

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Zitier- und Lizenzhinweis

Goethe, Johann Wolfgang von, in: Das Digitale Shakespeare Memorial Album. Herausgegeben von Christa Jansohn. URI: http://www.shakespearealbum.de/uri/gnd/118540238. (Zugriff am 15.12.2017)

Dieser Text steht unter folgender Lizenz: CC BY-ND 3.0 DE. Wiedergabe der Albumdigitalisate mit freundlicher Genehmigung der Library of Birmingham.

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